Mit Hund reisen

Für zwei Mal drei Monate ist unsere Mischlingshündin Trixie mit von der Partie im Westen der USA, so dass wir einen kleinen Einblick darin bekommen, wie das Reisen mit Hund in Nordamerika funktioniert.

Hundefreundlich oder nicht?

Unser Resümee zu dieser Frage lautet nach mehreren Monaten mit eigenem Hund in den USA: It’s possible, but it‘s not easy! Im Reiseland prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite sind die allermeisten Amerikaner, denen man in der Natur beim Wandern begegnet, ausgesprochen tier- und hundelieb. Man geht sehr offen auf die Tiere zu, knuddelt sie, fragt aber zuvor, ob Streicheln erwünscht sei: „May I pet your puppy?“ Puppy heißt eigentlich Welpe, gilt aber bei Hunden offenbar unbegrenzt auf Lebenszeit… Auf der anderen Seite brauchen Sie nicht einmal daran zu denken, Ihren Hund in ein Restaurant, gleich welcher Kategorie, mitzunehmen. „No pets allowed“ prangt auch an allen behördlichen Gebäuden, Visitor Centern etc. Ein Hund, der allein im Auto bleiben kann, ohne Blödsinn anzustellen, ist deshalb zwingende Voraussetzung für eine USA-Tour! Ferner wird die Suche nach einem Motel, das einen Hund als Gast akzeptiert, allabendlich zur Geduldsprobe. Denn die meisten Motels schließen „pets“ aus, unabhängig vom Standard des Motels und ganz gleich, ob Ihr Vierbeiner wohl erzogen ist und nicht mehr Dreck hinterlässt als ein menschlicher Gast. Absteigen sind hier genauso rigoros wie High-End-Motels. Wenn Sie endlich ein „pet friendly motel“ gefunden haben, zahlt man für den Hund in der Regel extra, im besten Fall nur $ 10, gern aber auch das Doppelte und mehr. Im Internet gibt es nicht ohne Grund Homepages, die sich einzig mit der Listung von „pet friendly motels“ beschäftigen. Mit ihrer Hilfe kann man sich hundefreundliche Motels übers Internet im Vorfeld einer Reise heraussuchen und gezielt ansteuern.

Trixie-05-Ghoul-Gulch-Goblins Mit Hund reisen
San Raffael Swell, Hambrick Bottoms Road, Castle Dale, Utah

Wandern mit Hund

„Leine oder Nicht-Leine?“ ist nicht die erste Frage, die sich Hundebesitzer beim Wandern in der nordamerikanischen Natur zu stellen haben. Die erste Frage lautet: Hund überhaupt oder gar nicht? Denn in den verschiedenen Naturschutzgebietskategorien, vor allem in den National Parks und National Monuments sind Hunde und andere Tiere erheblichen Einschränkungen unterworfen. Hier dürfen Hunde auf keinem Wanderweg mitgeführt werden, auch nicht an der Leine. Ihnen gesteht man lediglich zu, entlang von Straßen, auf Parkplätzen und Campgrounds Erdboden berühren. Offizielle Gründe für diese Restriktionen sind u.a. der Schutz der Wildtiere, die durch Hunde als Carnivoren gestört werden können. Wenn ein Hund entläuft, umso eher.  Und wenn er verwildert, erst recht. Alles schon vorgekommen. Zudem können über den Kot der Haustiere Krankheiten auf die Wildtierpopulationen übertragen werden. Inoffiziell ist sicher auch das Besucheraufkommen ein Grund, damit sich andere Visitors nicht durch die Vierbeiner gestört fühlen und die Natur ungestört genießen können.

Die Konsequenz für Ihren Liebling: Wenn Sie viele National Parks auf Ihrer Reiseliste haben, bedeutet das für Fiffy viele Stunden Wartezeit täglich im Auto. Im Sommer ein nahezu unlösbares Problem, wenn die Hitze alle plagt! Zumal man aus Sicherheitsgründen die Autofenster wohl kaum öffnen möchte, wenn man auf eine Tageswanderung startet. Glücklich ist in dieser Situation der, der ein Wohnmobil hat, denn hier kann man über die Dachluken für genügend Luftaustausch sorgen und seinem Schützling Wasser und Futter in gewohnter, schattig-kühler Umgebung anbieten. Noch glücklicher ist der, der nicht mehr in die National Parks fährt, weil er sich inzwischen abgelegeneren Zielen zuwendet. Wir fallen glücklicherweise in beide Kategorien. Dass eine gute Erziehung beim stressfreien Reisen mit Hund eine große Rolle spielt, ist selbstverständlich. Ihr felliges Wesen muss alleine bleiben können, ohne dauernd zu bellen, zu winseln oder die Inneneinrichtung eines Autos oder Campmobils in Hackschnitzel zu zerkleinern.

In Recreation Areas oder State Parks sieht man die Hunde-Frage etwas lockerer, und die Tiere sind vielfach überall erlaubt, auch auf den Wanderwegen. Allerdings „on leash“, also an der Leine. Was passiert, wenn man gegen die jeweiligen Parkregeln verstößt, entzieht sich unserer Kenntnis.

Trixie-05-Ghoul-Gulch-Goblins Mit Hund reisen
Saline Valley, Death Valley Nationalpark, Californien

Einreisen mit Hund

Die Einreisebestimmungen für Hunde in die USA sind überschaubar. Der Vierbeiner muss einen internationalen Impfpass haben, der eine englische Version der Daten enthält. Ferner einen Erkennungschip, der heute in Deutschland bereits jedem Welpen am Hals implantiert wird. Die wichtigste Seite im Impfpass ist diejenige, in der die Tollwut-Impfungen = rabbies, eingetragen sind. Der Hund muss bis spätestens vier Wochen vor Abflug eine gültige/wirksame Impfung erhalten haben. Bei unserer Hündin wäre erst in über einem Jahr die nächste Impfung fällig gewesen. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt ziehen wir diese jedoch vor bzw. schieben eine Zusatz-Impfung ein, um bei den Beamten keinerlei Widerstand zu provozieren. Denn mit „officials“ in den USA haben wir bei der Anmeldung unseres Autos leidvolle Erfahrungen gemacht (Band 1 „Ein Traum wird wahr“). Positiv gewertet wird auch, wenn die Tierarztbesuche im Pass abgestempelt werden und regelmäßige Kontrolluntersuchungen dokumentieren. Wir gehen deshalb vorsorglich einige Tage vor der Abreise zu unserem Tierarzt und lassen uns ein „Unbedenklichkeitsschreiben“ hinsichtlich Rasse (Kampfhundrassen werden nicht transportiert!) und Gesundheit ausstellen. Der Rest der Bestimmungen ist diffus. So darf das Tier „keine für den Menschen ansteckenden und gefährlichen Krankheiten haben“. In den einschlägigen Listen, was Hunde an Krankheiten aus fremden Ländern einschleppen können, findet Deutschland keine Erwähnung.

Der zweite Block an Do’s and Dont‘s dreht sich rund um die Transportbox. Sie muss zunächst rundum sicher verschließbar sein und genügend Lüftungsöffnungen enthalten. Das Tier muss sich in der Box drehen können und die Ohrspitzen dürfen die Box-Decke nicht berühren, wenn es steht. Es muss ein Trinkgefäß vorhanden sein, das von außen mit Wasser befüllt werden kann. Hierfür verwenden wir einen handelsüblichen, metallenen Trinknapf für Vögel, dessen Halterung man in der Gittertür der Box verschrauben kann. Das Gewicht der Box inklusive Hund ist für die Transportkosten entscheidend. Bei den meisten Gesellschaften gilt bis 20 kg Gesamtgewicht die niedrigste Tarifklasse. Über 20 kg wird es deutlich teurer und komplizierter, denn die Box wird dann nicht mehr als Gepäckstück betrachtet und behandelt, sondern als Frachtgut. Mit allen Konsequenzen wie z.B. einem vom eigenen Abflug-Terminal abweichenden Aufgabeort. Wenn Sie im Tierfachhandel eine Transportbox aus Kunststoff kaufen, entspricht diese in der Regel den Anforderungen der meisten Fluggesellschaften. Das Wohl des Hundes während des Flugs hängt von einem sicher nicht ab, dem Essen. Gesunde, gut ernährte Hunde kommen wunderbar 24 Stunden und deutlich länger ohne Mahlzeit aus. Bleibt, trotz möglichst guter Vorbereitung, das unbeeinflussbare Risiko, dass die Box als Gepäckstück nicht ins Flugzeug oder in ein falsches verladen wird. Im Internet gibt es hierzu einige Horrorgeschichten, z.B. von einem Hund, der statt in Neuseeland in Irland landete. Herrchen in Neuseeland, Hund in Irland – wie kommt man aus der Nummer wieder raus? Um dergleichen vorzubeugen, haben wir die aussagekräftigsten Dokumente kopiert und in einem Briefumschlag in eine der Staufächer der Hundebox gelegt: Flugdaten, Heimatadresse, Kopie des Impfpasses. Damit unsere Hündin immer und überall „zuzuordnen“ bleibt. Wir laminieren einen Infozettel und kleben ihn mit doppelseitigem Klebeband auf die Box: My name is Trixie. I’m a ten years old female mix. Very friendly and drawn to humans. If my flight should be delayed or anything unexpected happens, please pour some water in my drinking case. Thanks!“

Denn kritischer als alles Essen ist die Wasserzufuhr. Den Trinknapf bei Abgabe der Box zu füllen, birgt das Risiko, dass alles Nass verschüttet ist, noch bevor die Box im Gepäckraum ankommt. Ein Trick wäre, den Napf mit Eiswürfeln zu füllen, die zeitverzögert auftauen. Doch die Eiswürfel gefroren zum Flughafen zu bringen, wenn man mit dem Zug zum Flughafen reist, ist eine logistische Herausforderung, der wir uns nicht gestellt haben. Deshalb lautet die Devise, dem Hund bis zum Einstieg in die Box immer wieder Wasser anzubieten. Und häufiger als sonst kurze Spazierrunden einzulegen, damit das, was bereits in der Blase landet, gleich wieder hinaus kann.

Die Kosten für den Transport des Tieres fallen bei den Fluggesellschaften sehr unterschiedlich aus, wir bezahlen 300,- Euro für Hin- und Rückflug zusammen (Gesamtgewicht Euro-Box plus Hund < 20 kg), Direktflug von Frankfurt nach Las Vegas. Eine vertretbare Summe. Aber es bedeutet in der Regel: Höhere Kosten für die Personen-Tickets. Denn wir können uns nicht mehr den preisgünstigsten Flug mit ein oder zwei Umsteigestationen aussuchen, sondern müssen den Direktflug zum festen Preis buchen. Nur über den Zeitpunkt des Fluges sind Rabatte möglich. Dadurch wird der Flug für die zweibeinigen Reisenden in der Regel teurer.

Trixie-05-Ghoul-Gulch-Goblins Mit Hund reisen
Las Vegas, Nevada

Mit dem Hund auf fremden Terrain

Hunden geht es auf Reisen nicht anders als uns Menschen: Alles ist neu und aufregend. Nicht vertraute Gerüche, nie zuvor gesehene Mit-Erdenbewohner vom Erdhörnchen bis zum Braunbären oder einer Klapperschlange. Hunde bringen zwar trotz Jahrtausende langer Züchtung eine erstaunliche Bandbreite an Wissen mit, was gut für sie und wo Vorsicht geboten ist. Doch am Anfang ist es für alle Beteiligten hilfreich, wenn man seinen Hund etwas mehr führt, als es zu Hause nötig wäre. Eine Warnung vor stachligen Kakteen schützt vor langwierigen Pfotenverletzungen. Zu verhindern, dass die Schnauze vor lauter Schnüffellaune bis tief unter jeden Busch eintaucht, beugt Bissen der Buschbewohner vor, zu denen Skorpione oder Schlangen zählen können. Europäische Hunde haben in der Regel keine gute Hornhaut unter den Pfoten, laufen sie doch überwiegend auf Rasen, Teppichböden oder weichen Waldwegen umher. Ein Marsch über Stock und Stein in Utah wetzt dagegen nicht nur die Klauen ab, sondern auch die Ballen. Wenn man schon bei den ersten Touren merkt, dass der Hund lahmt, ist das nicht zwingend auf mangelnde Fitness oder Gelenkprobleme zurückzuführen, sondern unter Umständen auf schmerzende Füße. So wie Mashas ihren Schlittenhunden Schuhe anziehen, kann man einen Satz Hunde-„Socken“ in der ersten Zeit ruhig erwägen.

Trixie-05-Ghoul-Gulch-Goblins Mit Hund reisen

Der erste Flug mit Hund

Unsere Erlebnisse rund um den ersten Flug mit Hund in die USA lesen sich wie folgt: „Nach einer Übernachtung bei Freunden piepst am Freitag, 6.9., der Handy-Wecker um 5 Uhr. Beim langen Spaziergang mit Trixie vergisst sie vor lauter Schnüffeln auf unbekanntem Terrain leider völlig, worum es in erster Linie vor dem langen, heutigen Flug geht: Stoffwechsel-Abfallprodukte absetzen. Vor Aufregung – und irgendwie aus Solidarität mit unserer Hündin – bringe ich leider keinen Bissen, nur etwas Tee, herunter. Um 6:10 Uhr stehen wir mit Sack, Pack, Box und Trixie am Terminal 1, Halle C und rollen zu den Condor-Schaltern 783-790. Wir geben uns modern und steuern einen der Computer zum Vor-Einchecken an, doch mangels verfügbaren Bindestrichs auf der Tastatur zwischen Hans und Peter findet dieser die Daten nicht. Bei meinen Daten kommen wir exakt bis zur letzten Eingabe, als wir mit dem Vermerk rausgeschmissen werden „Your data couldn’t be proceeded, please contact an agent“. Anstatt sogleich, reihen wir uns mit 10-minütiger Verspätung in die lange Schlange ein, da nur zwei Schalter besetzt sind. Wir sind aufgrund des Hundes offenbar die spannendsten Passagiere „in line“, denn jeder guckt und tuschelt. Am Check-In-Desk angekommen, geht die Dame routiniert das Thema „Hundetransport“ an. Keine Spur von „oh je, hab‘ ich noch nie gemacht“ oder „da muss ich die Kollegin fragen“. Trixie wird angewiesen, sich neben die Box zu stellen, um die adäquate Größe zu prüfen. In ihrer gewohnt demütigen Art hält sie bei dieser Anprobe den Kopf gesenkt, so dass die knapp bemessene Höhe zwar ein kurzes Zucken der Condor-Dame hervorruft, aber trotzdem ein zügiges „alles in Ordnung“ zum Endergebnis hat. Der Papierkram wird erledigt und wir werden angewiesen, um 7:30 Uhr erneut am Schalter vorstellig zu werden, damit der Sicherheitsdienst die Hundebox prüfen kann. Wir warten und erledigen die Hunde-Intensivpflege: Wassernapf anbieten, ein „Spaziergang“ nach draußen. Dann die Beruhigungstablette in Schinken einrollen, damit sie unbemerkt ihren Weg durch die Speiseröhre findet, geschafft.  Wir warten weiter. 7:30 Uhr ist längst verstrichen. Wir fragen zwei Mal nach, ob man an uns denkt: ja, ja… Wir warten. Und warten. Und als wir um 8 Uhr immer noch warten, wird der Sicherheitsdienst ein zweites Mal verständigt, der dann um 8:05 Uhr tatsächlich auftaucht. Der eher gelangweilte Herr gibt sein o.k. zur Box, und es dauert nochmal bis 8:15 Uhr, bis unser sedierter Hund endgültig abtransportiert wird. Wir sprinten umgehend im Eiltempo los, denn wir haben nur noch 50 Minuten bis zum Abflug und weder Passkontrolle noch Sicherheitskontrolle hinter uns. So spät waren wir vor einem Abflug noch nie dran! Die Schlange vor der Passkontrolle hält sich in Grenzen, die Abfertigung ist schnell. Wir spurten zu Gate C 06. Zum Glück erwartet uns keine zentrale Sicherheitskontrolle, sondern eine separate fürs einzelne Gate. Das geht im Grunde schnell. Wenn H.P. mit seiner proppenvollen Mobile-Office-Tasche inklusiver zweier Laptops, Garmin, TomTom und Kabelsalat diesmal nicht einer Komplett-Filzung in einem separaten Raum unterzogen würde… Das dauert! Danach sind wir froh, zu den letzten 10 noch fehlenden Passagieren zu gehören. Ein Mitarbeiter gibt just die Info an einen Kollegen weiter: „the ten missing passengers are complete“. Na super. Der Flug wird ein Kinderspiel. „On schedule“ in Las Vegas gelandet, verlassen wir um 21 Uhr mitteleuropäischer Zeit die Boeing 767. An dem für unseren Flug vorgesehene Gepäckband steht bereits eine Flughafen-Dame, die mir freudig entgegenruft „Oh, you expect a doggy?! They‘ ll bring it directly to you.“ Ihr Strahlen reicht von einer Wange zur anderen. Vor lauter Koffer-Alltag ist ein Lebewesen offenbar ein echtes Highlight… Die Box wird hereingerollt: Unser Schützling ist wohlauf. Aber sie wirkt müde und apathisch, die Augenlider hängen auf Halbmast, die Beruhigungstablette wirkt nach.

So glatt wird das alles ein Jahr später nicht gehen! Im Folgejahr erleben wir in Frankfurt jede Menge Schikanen beim Hundetransport (Band 5 „Zum Schluss nochmal das Beste“). Aber hier und heute fällt auch die Zollkontrolle in Las Vegas völlig harmlos aus. Ein rascher Blick in den Impfpass und schon sind wir Drei am Zöllner vorbei und zu Dritt in Amerika eingereist! Um 22:00 Uhr, also nach rund 14 Stunden, darf unser Mädchen das erste Mal die Kiste verlassen. Die Hinterläufe wollen noch nicht so recht. Doch nach ein paar Metern im Freien in der warmen Sonne Nevadas renkt sich das Laufen rasch ein und wir finden die „dog area“: „For the relief of your pet“. Zwanzig umzäunte Quadratmeter in Terminalnähe. Das nenne ich mal Flughafen-Service! Mit dem Shuttle wuchten wir alles Gepäck zur Mietwagen-Station und übernehmen bei Hertz einen schwarzen Ford Focus mit Oregon-Kennzeichen, der uns in den nächsten Tagen nach Manteca, östlich von San Francisco zu unserem im Storage eingelagerten Pickup-Camper in Manteca bringen soll.“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.