Wir

Outdoor-Leben

Die Natur hat uns schon immer fasziniert, mehr als jede Stadt, jedes Museum, jedes Event. Liiert sind wir seit 1990, verheiratet seit 2003, wir leben UND arbeiten seit dem Studium im eigenen Unternehmen zusammen (Onlineshop und Versand mediterraner Pflanzen). Auf engem Raum im Expeditionsmobil zu harmonieren, ist daher für uns ein Kinderspiel. Seit der ersten USA-Tour 1992 sind wir dem wilden Reisen auf den Leim gegangen! Die ersten Trips mit Rucksack und Zelt in den Landschaften des Westens verändern uns: We are transformed! Wann immer möglich kehren wir seitdem in die USA zurück oder erkunden andere Ziele wie Südafrika oder Australien.

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Maroon Creek Recreation Area, White River National Forest, Aspen, Colorado

Tanja Ratsch: Wildlife

Sonne, Wind und Regen, wilde Pflanzen und Tiere – draußen in der Natur zu sein, ist für mich mehr als ein Zeitvertreib. Es ist Leben pur, während das Dasein in Räumen und Gebäuden Mittel zum Zweck ist. Aus dem Interesse für alles Lebendige habe ich gleich zwei Berufe gemacht. Zum einen als Autorin von bis dato 14 Gartenbüchern, erschienen in renommierten Verlagen. Zum anderen im eigenen Gartenbaubetrieb, in dem ich bis 2018 für die Kultur exotischer Pflanzen aus aller Welt verantwortlich bin. Wann immer es die Zeit erlaubt, verlassen mein Mann und ich Europa, um die einmalig schönen Landschaften der Erde kennenzulernen und zu erleben, solange es noch naturnahe Fleckchen gibt. Wilde Tiere zaubern mir automatisch ein Lächeln auf die Lippen und wenn möglich halte ich diese intensiven Momente im Foto fest.

Hans-Peter Maier: Arches & More

Mit neunzehn Jahren Selbständigkeit auf dem Arbeitszeiten-Konto stellt man sich die Frage, wohin die weitere Reise im Leben gehen soll. Was möchte man erleben und kennenlernen, worauf liegt der Fokus? Der Planet Erde hat so viel Faszinierendes und Einmaliges zu bieten, um mehr als eine Bucket List zu füllen. Weite Landschaften, Naturwunder, wilde Tiere sind für mich die Zugpferde, um auf Reisen zu gehen. Insbesondere die Vielfalt natürlicher Gesteinsbögen, „arches“ genannt“, hat mich in den Bann gezogen und ich kann bereits über 400 davon auf meinem „Gesehen“-Konto verbuchen. Ich bin kein Abenteurer, aber neugierig genug, um das Gewohnte und Gemütliche zu verlassen und andere Kontinente zu erkunden. Immer mit dabei ist eine Kamera, um das Erlebte festzuhalten und mit anderen Interessierten zu teilen.

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Little Egypt Geologic Site, Around Hwy 95, Utah

Trixie: Perfekte Reisebegleiterin

Ein Hund ist die beste Reisebegleitung, die man sich vorstellen kann, denn er ist immer guter Laune, immer mit Vollereifer dabei, egal bei welchem Wetter oder zu welcher Tageszeit. Unsere Mischlingshündin Trixie ist eine Seele von Hund, der die Harmonie in ihrem kleinen Rudel über alles geht. Sie stellt nichts an, sie weiß sich jederzeit zu benehmen, auf die Sitze springen, den Kühlschrank plündern oder nachts lauthals losbellen sind Fremdworte für sie. Geboren im Dezember 2004 und als Welpe seit Februar 2005 bei uns, ist sie schon weit in der Welt herumgekommen, war zwei Mal mit uns mehrere Monate in den USA. Wir hoffen, dass Sie uns noch lange begleiten kann, denn eine Nachfolgerin kommt aktuell nicht in Frage. So schön das Reisen mit Hund für uns ist, so kompliziert gestaltet es sich, da die Menschheit viele Hürden für Hunde und ihre Besitzer aufbaut, vom Flug angefangen über Grenzvorschriften bis hin zum Verbot auf Fähren oder in Nationalparks.

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Canaan Mountains, Hildale, Utah

Warum ausgerechnet Amerika?

Wieso haben wir Amerika zum bevorzugten Reiseland auserkoren, wo doch gegen Amerika unzählige Ressentiments bestehen. Politisch, kulturell, historisch. Jeder kann ganz spontan irgendetwas nennen, warum er die USA absolut nicht leiden kann. Wir gehen gänzlich unvoreingenommen an den Kontinent heran. Nach dem Abitur landet Tanja durch Zufall auf ihrer ersten, außereuropäischen Reise in Kanada. Ein Last Minute Flug nach Toronto. Mit dem Greyhound-Bus geht’s vor fast 30 Jahren einmal quer über den Kontinent bis Vancouver Island, British Columbia, und zurück. Sie ist sofort „transformed“, verwandelt. Bis dahin dachte sie nicht einmal daran, dass man bis zum Horizont gucken könnte, ohne eine Hochspannungsleitung, eine Straße oder ein Gebäude zu sehen. Sie hätte sich nie träumen lassen, einmal 10 Meter neben einem Schwarzbären oder Elch zu stehen. So was gelingt doch nur Tierfilmern, die sich wochenlang auf die Lauer legen?! Aufgewachsen im dicht bevölkerten, wirtschaftlich bis in den letzten Winkel genutzten Europa, bringt sie jeder Tag in Kanada zum Staunen, erweitert die Sinne und Gedanken, macht Träume wahr, die man gar nicht zu träumen gewagt hatte. Und das ist bis heute bei jeder USA-Reise so geblieben, die sie mit ihrem Mann Hans-Peter antritt. Die Natur des amerikanischen Westens ist inzwischen wie unsere wahre Heimat. Hier haben wir das Gefühl, hinzugehören, sich wohl zu fühlen. Brauchen Sie noch mehr Begründungen, warum die USA die „number one“ ist? Mit genau der gleichen Begeisterung sprechen andere Menschen von anderen Ländern, z. B. von Nepal, Australien oder Neuseeland, der französischen Bretagne oder Island. Sie als Leser haben sicher andere Erfahrungen, einen anderen Background. Was trotz der Unterschiedlichkeit alle verbindet, ist die Begeisterung, die emotionale Verbundenheit mit Orten auf dieser Erde. Und die teilen wir glücklicherweise, seitdem wir im Studium zwei Monate im Mietwagen und Zelt erstmals gemeinsam durch den Wilden Westen touren durften. Auch Hans-Peter ist begeistert von der Naturnähe, den einzigartigen Landschaften und der Freiheit des Reisensin Nordamerika. Diesem gemeinsamen Nenner kann keine NSA-Affaire, kein Fingerabdruck-Check am Flughafen, keine Außenpolitik Amerikas etwas anhaben. Wir sind einfach Naturfans, die, zumindest oberflächlich betrachtet, ein Stück Ursprünglichkeit erleben möchten.

 

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