Zwischenstand: Erfahrungsbericht zum Expeditionsmobil nach 270 Nutzungstagen (Iveco + Exploryx)

Ein erster Erfahrungsbericht nach 50.000 Kilometern

Nach 53000 km und 270 Nutzungstagen möchten wir ein ersten Zwischenstandt zu unserem Iveco Daily 4 x 4 (Baujahr 2015, Euro 6) und der Exploryx-Kabine (www.exploryx.de) wagen.

Das Wichtigste zuerst: Wir sind mit beiden sehr zufrieden! Und wir gelten gemeinhin als ziemliche Nörgler und kritische Menschen, vor denen man sich in Acht nehmen muss: „Nicht geschimpft, ist schon gelobt.“

Alkoven = Lebens- und & Stauraum

Wir haben es bislang nicht bereut, die Kabine mit Alkoven gewählt zu haben. Wir sind froh über den großen Lebensraum und den vielen Stauraum, v.a. weil die Fahrräder in der Kabine gut geschützt fahren, wir ein aufblasbares Kajak, Tisch, Stühle und viel Sperriges problemlos dabei haben. Außen am Fahrzeug wären die Fahrräder auf unserer Tour sehr hinderlich. Der Staub- und Schmutzeintrag auf der Rückseite der Kabine ist doch deutlich intensiver, als man dies bei der Nutzung sauberer, deutscher Straßen erwartet.

Alkoven = Neigungswinkel

Was man als „größten Nachteil“ unseres Ausbaumodells mit Alkoven werten kann, ist der hohe Schwerpunkt unseres Fahrzeugs, trotz allen Bemühens, das Gewichtige wie Tanks ganz unten zu platzieren. Die reine Höhe unseres Gefährts bewirkt mit Abstand die größte Einschränkung der Geländegängigkeit, was wir aber vorher wussten und uns bewusst dafür entschieden haben. Vor allem seitliche Schrägen der Fahrwege machen sich durch den langen Federweg des Ivecos, die Dreipunktlagerung und den hohen Schwerpunkt negativ bemerkbar. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass man mit den annähernd 6 t ohnehin nicht mit einem Geländewagen a la Landrover oder Jeep unterwegs ist und man mit einem Mobil immer Kompromisse eingehen muss und dann eben auch mal auf eine Strecke verzichtet, um die Lebensdauer des Vehikels nicht zu gefährden. Verglichen mit dem Mehr an Komfort und Stauraum ist das unseres Erachtens aber mehr als zu verschmerzen, wird die Piste zu schräg, greifen wir schon mal zur Schaufel zum Einebnen.

Geländegängigkeit

Die hintere Heckschräge der Kabine braucht man in der Realität wegen der hohen Bodenfreiheit des Iveco unseres Erachtens nicht, sie fällt damit für unseren Nutzungseinsatz in die Kategorie eines optischen Element. Die Geländegängigkeit des Iveco ist völlig ausreichend und wird von uns nicht bis an die Grenzen genutzt, wobei das Untersetzungsgetriebe 1:1,3 in bergigen Gegenden und 1:3 bei sehr schlechten Wegen sowie die hohe Bodenfreiheit die wichtigsten Faktoren für das erfolgreiche Bewältigen schlechter Pisten sind. Auf Sand ist der Iveco mit dem permanentem Allradantrieb kaum festzufahren. Die Differentialsperren brauchen wir bislang nur im seltenen Extremfall, z.B. bei sehr steilen Passagen über grobes und loses Gestein oder in wirklich tiefem Sand oder Matsch.

Dreipunktlagerung

Die Bedeutung der Dreipunktlagerung auf dem weichen Iveco Trägerrahmen wird einem umso mehr klar, wenn man die Bewegungen der Kabine auf einer holprigen Piste wie den unimproved dirt roads im Westen der USA beobachtet. Trotz der Lagerung gibt es leichte Spannungen in der Kabine, was man an einer kleinen Stelle vorne links mit abblätterndem Lack sehen kann.

Isolierung und Dichte der Kabine

Die Kabine ist in allen Belangen professionell verbaut und hervorragend isoliert: Bei Nächten mit -10 °C und Sturm liegt in der Kabine die Temperatur ohne Heizung morgens bei 9,8 °C (bei KCT-Fenstern).

Die Magnethalterung der Einstiegstür ist sehr praktisch, außer bei starkem Wind – da ist sie nämlich nicht stark genug. Für diesen Fall ist ein zusätzlicher Haken zur Sicherung der Tür sinnvoll, den wir nachträglich verbaut haben.

Die Klappen zum Stauraum sind alle dicht. Staubeintrag findet auf Dirtroads nur über die Öffnung im Gasfach statt, hier aber dafür reichlich. Die unteren Stauboxen lassen Staub mit der Zeit durch, was aber zu erwarten ist und man die dort mitgeführten Gegenstände ohnehin in Boxen oder Hüllen packt.

Die Kabine lässt sich mit den Seitenfenstern, der Einstiegstür und der Dachluke gut lüften, wobei alle 3 Möglichkeiten wichtig sind. Die Aufheizung über die Dachluke ist unseres Erachtens gegenüber der Lüftungsmöglichkeit untergeordnet, v.a. bei geschlossenem Sonnenschutz. Probleme haben wir im Alkoven bei niedriger Außentemperatur mit Feuchtigkeit unter der Matratze, was an der Größe der Matratze und am Material der Matratze liegen kann. Allerdings scheint es uns auch mit 5 cm Lüftungsschlitzen vorne und hinten unmöglich, die Matratze von unten trocken zu bekommen. Wir haben uns mit 2 Gurten mit Schlaufen beholfen, mit denen wir die Matratze einrollen und somit großflächig belüften. Eine denkbare Alternative wäre eine geteilte Matratze, wo immer eine Hälfte des Bettes freiliegen kann.

KCT-Fenster

Die KCT-Fenster sind ihr teures Geld wert: gut wärmeisolierend, gut schallisolierend, stabile Rollos, gutes Mückennetz (lässt aber Winzlinge durch), guter Einbruchsschutz, guter Schließmechanismus. Schade ist nur, dass das Fenster im geöffneten Zustand mittig in der Öffnung steht und man nicht so gut rausgucken oder rausfotografieren kann.

Tisch und Sitzgruppe

Die gewählte Hecksitzgruppe bewährt sich und ist sehr bequem, da man sich die Beine hochlegen und in den unterschiedlichsten Positionen sitzen kann. Außerdem hat man einen sehr guten Rundumblick. Gerade in nicht so gutem Klima nutzt man diesen doch sehr intensiv. Wegen der 140 cm breiten Bank hat die umlaufende Sitzfläche einen Vorteil gegenüber der Seitensitzgruppe im Standardgrundriss: Die Klappen zum Stauraum unter dem Tisch könnte man vielleicht (!) für einen besseren Zugang statt 2 x seitlich, 1 x von vorne bauen, v.a. weil wir den Tischfuß ganz nach hinten versetzt haben. Aber das ist wirklich eine Kleinigkeit.

Als eines der wenigen, negativen Elemente müssen wir den Standfuß des Hubtisches (Ergosystem) anführen. Gleich zu Beginn hatte er das Problem, dass er sich selbständig absenkte und nicht festzustellen war, was Exploryx noch vor Reisestart repariert hat. Aber er ist inzwischen aufgrund von immer breiteren Abständen zwischen den drei Auszugssäulen so wackelig geworden, dass wir ihn verkeilt haben. Die Aussage des Herstellers, dass das kein Gewährleistungsfall sei und man nichts justieren oder nachziehen kann, ist weder kulant noch hilfreich. Da gibt es sicherlich bessere Lösungen. Warten wir ab, was Ergosystem nach unserer Rückkehr nach Deutschland dazu meint.

Bad im Eingang

Die Dusche/Toilette im Eingangsbereich würden wir sofort wieder so bauen: Sicherheit durch zwei Eingangstüren, einfache Lüftung der Dusche. Die Doppel-Lösung zeigt im kalten Sturm einen weiteren Vorteil: Wenn der Wind gegen die Eingangstür drückt, die naturgemäß nicht 100 %-ig winddich ist, wirkt die Nasszelle als Windfang. In der Dusche ist es deutlich kälter als im Wohnraum. Die Funktion der „Schmutzschleuse“ funktioniert v.a. mit Hund hervorragend. Der fehlende Tiefeinstieg wäre für viele Nutzer vermutlich ein No-go, aber wir kommen mit der Treppe sehr gut zurecht, auch wenn man auf seine Schritte aufpassen muss, um nicht daneben zu treten und abzustürzen. Man könnte die Nutzbarkeit der Eingangsbad-Lösung noch verbessern, indem man die Innentür als Schiebetür oder 2-fach-Falttür bauen würde, auch wenn hier die Gefahr von Geklapper größer ware. Dann hat man mehr Platz zum Öffnen der Tür und könnte die Dusche sogar noch etwas kleiner bauen, denn bei uns ist sie jetzt sehr üppig. Eine 2 cm höhere Schwelle der Innentür wäre auch hilfreich, dann würde man die Tür über die Zehen hinweg öffnen können.

Durchstieg

Den Durchstieg zur Fahrerkabine nutzen wir sehr oft! Zudem fahren wir meist mit offener Durchstiegstür, da man dann mitbekommt, wenn in der Kabine passiert. Außerdem kann man die Kabine gut während der Fahrt mit der Fahrerkabinen-Heizung mitheizen. Der Balg im Zwischenraum ist gut und praktisch staubdicht. Die zusätzliche Geräuschentwicklung empfinden wir als unerheblich.

Küche und Möbel

Die Verarbeitung ist top!

  • Die Schubladen und Türen laufen und schließen sehr gut. Toll ist auch die einfache Justierung der Schubladenverschlüsse. Die großen und somit schweren Schubladen sind uns am Anfang mehrmals aufgegangen. Hier ist der Schubladenverschluss zu schwach. Nach der Zusatzsicherung haben wir aber damit keine Probleme mehr. Evtl. könnte man auch mit 2 Standardverschlüssen arbeiten für diejenigen Schubladen, die mit Kühlbox oder Kochtöpfen/Pfannen richtig schwer sind.
  • Der 3-flammige CAN Herd ist sehr gut und schnell heizend (deutlich schneller, als der ursprüngliche 2-flammige Smev-Herd), die fehlende Piezo Zündung stört uns nicht.
  • Der Smev Backofen ist gut und wir benutzen ihn regelmäßig. Die Backfunktion funktioniert gut, die Grillfunktion lässt sich aber schwierig in Gang setzen.
  • Der Kissmann Kühlschrank ist schwächer als die Engel Kühlbox, die sehr effizient kühlt, während der Kissmann Kühlschrank bei 30°C schon sehr zu kämpfen hat. Auch vereist das Gefrierfach recht schnell und muss alle 4 Wochen abgetaut werden, da sich dicke Eiskrusten innen wie außen bilden.
  • Beim Spülbecken wäre ein Abtropfbecken nebendran hilfreich (wir haben das in einer Bocklet Kabine gesehen) und/oder eine kleine Leiste oder Rinne auf der Arbeitsplatte, damit das Wasser, das zwangsläufig daneben tröpfelt, nicht über die Möbel herunterrinnt.
  • Die Lösung mit den grauen Euro Boxen im Schrank als „Schubladen“ ist einfach und genial.
  • Da wir die Gasflasche bei der Fahrt immer verschließen, ist der Zugang von oben aus der Kabine äußerst hilfreich, auch wenn man sich etwas winden muss, um den Durchgriff zu erreichen, was aber z.T. eigene Schuld ist, denn wir nutzen das darüber liegende Staufach natürlich nach Kräften aus.
  • Die Öffnung der Tür im Technikschrank haben wir umgebaut, damit sie sich von der Sitzgruppe aus öffnen lässt und nicht zur Sitzgruppe hin, aber das war im Grund unser Planungsfehler.

Technik & Tanks

Die Webasto Dieselheizung funktioniert in Zusammenarbeit mit dem Exploryx Höhenkitt bislang gut, wenn wir sie auch wegen der guten Kabine nur selten benötigen. Der Luftstrom erreicht die entfernteren Ausströmöffnungen allerdings stark reduziert, was aber auf die Aufheizung der Kabine kaum Auswirkung hat. Der Höhenkitt klackert recht deutlich während der Arbeit.

Philippi Bedienpanel: Alles bislang ohne Ausfälle. Manchmal weicht die Ladestandsanzeige im Bedienpanel von der der tatsächlichen Batterieladung ab (vermutlich bei recht tiefer Entladung bis 50-60% und anschließender überwiegender Ladung durch Solaranlage). Dann muss man neu synchronisieren: Unterbrechen des Kontakts zur Ladestandsanzeige, z.B. durch Abklemmen der Batterie. 10-20 Sekunden abgeklemmt lassen. Wieder anklemmen. Ladestandsanzeige meldet den alten Stand, aber auch, dass die Anzeige nicht synchron ist. Jetzt über das Schraubenschlüsselsymbol im Display des Philippi zur Batterie gehen und die Kapazität ändern, z.B von 220 AH auf 219 AH. Den Einstellmodus verlassen und die Batterie zeigt nahe 100% an. Jetzt nur noch die Kapazität wieder auf den richtigen Wert ändern und fertig.

Die Wasserstandsanzeige schwankt je nach Neigung des Fahrzeugs. Kann man den Fühler mittig im Tank einbauen?

Den Wechselrichter benutzen wir täglich, die Leistung ist mit 1200 W unserer bisherigen Erfahrung nach völlig ausreichend. Bislang gibt es keine Mängel. Viel praktischer für die Bedienung wäre allerdings, wenn die Steuerung des Wechselrichters nicht im Fußraum unter dem Tisch wäre, sondern oben im Technikschrank beim Philippi Bedienpanel.

Solaranlage und Batterie: 220 AH Batterie und 330 W Leistung der Solarpanele passen in unserem Ausbaumodell mit Kühlschrank und Kühltruhe gut zusammen. Mit beiden Abnehmern benötigen wir nachts ca 15-20 % der Batteriekapazität. Laptopbetrieb oder Laden von Kameras, Batterien etc. kosten im Mittel nochmals 10 %. Das lässt sich mit der Solaranlage gut bedienen, auch an kurzen, sonnigen Wintertagen. Bei bedecktem Himmel liefert die Solaranlage meist noch 5-10 A Ladestrom (je nach Bedeckungsgrad), womit wir den Tagesbedarf gut abdecken, aber die Ladung des nächtlichen Verlusts ist dann geringer. Ab ca 90 % Ladekapazität regelt der Solarregler den Ladefluss auf 3-4 A herunter und geht ab Volladung in einen Erhaltungsladungzustand. Somit steht mehr Sonnenenergie für aktuelle Verbraucher zur Verfügung. Bester Zeitpunkt zum Laden von Laptops, Akkus etc. ist während der Fahrtstrecken über die Motorladung, nach 1-2 Stunden sind dann die Batterie wieder voll geladen. Eng könnte es also bei wolkigem Wetter und längeren Standzeiten werden. Statt einer weiteren Batterie ist es aber sicherlich sinnvoll, einen Generator einzusetzen. Den haben wir dabei, aber noch nie benötigt. In den letzten 250 Tagen haben wir keinen externen Stromanschluss benutzt und keine Tiefentladung unter 40 % erzeugt. Wir haben 3 x aus unerfindlichen Gründen die Sicherung unserer Solarreglers über Nacht eingebüßt, beim dritten Mal ist die Sicherung so sehr verschmort, dass sie mit dem Steckteil verschmolzen ist. Mal sehen, ob wir die Ursache und eine Lösung finden. Wir haben interessanterweise auch bei abgeklemmter Fahrzeugbatterie Strom im Fahrzeug, der aus der Aufbaubatterie kommen muss. Eigentlich sollte in dieser Richtung kein Strom fließen?

Der 300 l Frischwassertank macht uns gut autark. Einen kleineren Tank würden wir nicht haben wollen, auch wenn wir ein vergleichsweise kleines Fahrzeug fahren. Die Befüllung des Wassertanks ist wegen des geringen vertikalen Abstands der Einfüllöffnung gegenüber der Tankoberkante etwas mühsam. Man muss zur Befüllung am besten leicht nach vorn und zur Fahrerseite geneigt parken, was sich aber nicht immer gut realisieren lässt. Hier hilft uns unsere Golschmitt Luftfederung. Vielleicht könnte man die Befüllungsöffnung 10 oder 20 cm höher oder den Einfüllkanal schräger einbauen.

Der Abwassertank ist mit 80 l für uns sehr groß und müsste auch nicht unbedingt frostsicher in der Kabine verbaut sein. Beim Entleeren entsteht ein Unterdruck, der den Siphon im Spülbecken leersaugt, wodurch es zu einer unangenehmen Geruchsentwicklung in der Kabine kommt. Nach dem Entleeren des Schmutzwassertanks also unbedingt gleich wieder ein bisschen Wasser übers Waschbecken in den Siphon einfüllen. Evtl. würde das auch in der Dusche passieren, aber die Stöpsel verhindern das Leersaugen der Siphons bisher.

Umbauten

Wir haben folgende Modifikationen oder Ergänzungen am Iveco vorgenommen:

  • Der Zusatztank spart Nerven und Geld, da man billig tanken kann und 1500 km weit kommt.
  • Wir haben die Goldschmitt Luftfederung verbaut. Diese macht den weichen Iveco etwas stabiler, man kann das Auto bequem beim Campen nivellieren. Außerdem ist der Iveco rechtslastig und die meisten Straßen entwässern auch nach rechts, was wir durch 0,5 Bar mehr in den rechten Luftfedern und 0,3 bar mehr Reifendruck rechts ausgleichen. Wenn es sehr schräg wird, kann man durch Änderungen des Drucks bei schwierigen Dirt-Road-Passagen rechts oder links ein bisschen gegensteuern. Letztlich ist die Luftfederung nicht unbedingt notwendig und mehr ein Luxuselement.
  • Reifen: Die Offroadreifen Michelin 255/100 R 16 sind sehr laut, sehr weich und auf der Straße deutlich schlechter als unsere Alufelgen mit Cooper Discoverer 305/70 R 18 (wir haben erstere für ca. 10.000 Kilometer in Europa gefahren). Auch sind die Reifen im Ausland schwer zu beschaffen. Unsere Spur ist jetzt 10 cm breiter und die Fahrt spürbar stabiler als mit dem Offroadreifen. Im Gelände haben sich die Cooper Discoverer auch bewährt, im Sand hervorragend, spitze Steine haben bisher, toi toi toi, auch keine Spuren hinterlassen, schlussendliche Laufleistung geschätzt ca. 60000 km (wir haben bisher nicht gewechselt). Gewichtsvorteil gegenüber den Stahlfelgen ca. 100 kg. Die Umstellung ist teuer, aber gut (ca. 6000 EUR). Einen recht großen Anteil an Mehrkosten (1500 EUR) verursacht die Verlängerung der Radbolzen, da die Alufelgen dicker sind als die Stahlfelgen. Evtl. könnte man diese gleich von Iveco ab Werk länger beziehen und auch die Reserverradhalterung von Exploryx könnte man gleich mit den richtigen Radbolzen verbauen. Zur Geldersparnis könnte man die Gianetti Felgen und Michelin 255/100 R 16 recht gut verkaufen. Unsere Reifenlösung würde ich der Lösung mit den Leicht-LKW Reifen (kostet ebenfalls 5000-6000 EUR und verschlechtert die Geländeeigenschaften erheblich) auf jeden Fall vorziehen.
  • Änderung der Fahrzeugsteuerung zwecks Anpassung an Höhen über 3000 m. Bislang haben wir mit dem DPF keine Probleme. Wir haben ca 30-40 PS mehr, v.a. zwischen 1200 und 1800 U/min, was sehr angenehm ist. Mit 1200 EUR war das die günstigste Lösung, die wir für das DPF-Problem finden konnten.
  • Wir nutzen ein Tire Moni TM-240. Das ist sehr hilfreich und hat uns schon einen Reifen gerettet, da wir durch das Piepsen des Tire Moni auf den Luftverlust aufmerksam wurden und den Reifen somit frühzeitig wechseln konnten. Der geflickte Reifen fährt seit 10000 km erfolgreich auf der Hinterachse.
  • Wir würden den Iveco ab Werk mit verstärktem Querstabilisator für Vorder- und v.a. für die Hinterachse liefern lassen.

Bisherige Defekte und Reparaturen am Iveco

8000 km: Simmeringe am Untersetzungsgetriebe undicht à auf Garantie getauscht

8000 km: Fahrzeugbatterie defekt à auf Garantie getauscht

8000 km: Batterietrennschalter trennt den Stromfluss nicht à bislang nicht repariert

16000 km: Fehlermeldung „Motorhaube geöffnet“ à Sensor für Motorhaube in der Halterung verrutscht

27000 km: Tempomat ohne Funktion à vermutlich Kupplungs- oder Bremspedalsensor defekt, bislang nicht repariert

30000 km: Fehlermeldung „Hill Holder und ABS ohne Funktion“ à tritt auf bei starkem Wind von vorne rechts und könnte verursacht sein durch eine Kombination aus lastabhängiger Bremskraftregulierung und den Goldschmitt Luftfedern; verschwindet beim nächsten Neustart des Motors und hinterlässt keine Nachricht im Fehlerspeicher

42000 km: Abschaltsensor oder Relais der Goldschmitt Kompressors der Luftfederung defekt; bei automatischer Abschaltung nach Erreichen des Drucks im Ausgleichsbehälter brennt die Sicherung durch und der Druck geht verloren; bei vorzeitiger Abschaltung des Kompressors bleibt der Druck erhalten à bislang nicht repariert

44000 km: Hupenhalterung der ersten Hupe gebrochen à Reparatur durch neue Verschraubung

44000 km: Reifenpanne

46000 km: Hupenhalterung der zweiten Hupe gebrochen à Reparatur durch Entfernen der zweiten Hupe. Die Reparatur der Halterung bei 44000 km hält perfekt.

52500 km: Fehlermeldung „Inspektion fällig“ à verschwindet bei 53000 km ohne Maßnahme wieder, keine Erklärung, kein Fehler im Fehlerspeicher

52500 km: leichter Ölverlust am vorderen Differential und am Untersetzungsgetriebe à noch nicht repariert

52500 km: Keilriemen der Klimaanlage verloren à Ersatzkeilriemen einbauen lassen

Bisherige Defekte und Reparaturen an Kabinie und Anbauten

0 km: Befüllung des Wassertanks undicht à repariert auf Kulanz durch Exploryx

8000 km: Tischplattenfurnier löst sich, Tischfuss senkt sich selbständig à repariert auf Kulanz durch Exploryx

22000 km: Stromfluss von Aufbaubatterie zum Fahrzeug bei abgeklemmter Fahrzeugbatterie, dadurch Aufbaubatterie nach 2 Monaten Standzeit leer à bislang nicht repariert

32000 km: Standfuß des Hubtisch wird wackelig à Reparatur durch Verkeilen bei 53000 km

40000 km: Schubladenverschluss von Kühlbox und einer Schublade gebrochen wegen mehrfachem Aufgehen während der Fahrt und Anschlag à Verschluss ausgetauscht und zusätzliche Schubladensicherung eingebaut

44000 km: Hintere Schmutzfangbefestigung an der Verblendung des Zusatztanks auf der Fahrerseite gebrochen (dünnes Blech) à Verblendungsblech mit Winkel verstärkt und 2-fach neu verschraubt

48000 und 49500 km: Sicherung der Solaranlagensteuerung durchgebrannt à Ursache unbekannt, neue Sicherung eingesetzt

52500 km: Sicherung der Solaranlagensteuerung samt Sicherungshalter verschmort à Ursache unbekannt, Kabel gekappt und mit neuem Sicherungshalter und neuer Sicherungshalterung verbaut

 

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